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Malinois Info

MaliMalinois
Der Malinois wird auch Mechelaar oder von Züchtern und Kennern liebevoll Mali genannt.
Er stammt aus dem Raum Mechelens und ist eine Unterart des Belgischen Schäferhundes.
(FCI- Gruppe, Sektion 1, Standard Nr. 15 )

Es handelt sich um einen klassischen Hütehund,
eine sehr alte und ursprüngliche Rasse. Allerdings wird er erst seit Ende des letzten
Jahrunderts rein gezüchtet. Prf. Reul begann 1891 die in Belgien vorkommenden
Schäferhundtypen zusammen zu tragen und empfahl schließlich, die verschiedenen Schläge
rein weiterzuzüchten.
Der Malinois ist ein elegant gebauter kraftvoller Hund mittlerer Größe. Im Gesamten ist er
etwas kleiner als zum Beispiel der deutsche Schäferhund, allerdings dementsprechend auch wendiger und reaktionsschneller.

Zudem ist er durch seinen quadratischen Körperbau in der
Lage, auffallend lange und ausdauernd zu laufen, es liegt ihm aber auch zu schnellen Sprints
an zu setzen.

Vor allem diese Merkmale und Fähigkeiten haben die Rasse zuerst in den
Ursprungsländern Belgien, Niederlande und Frankreich und dann auch bei uns so beliebt
gemacht. Das Fell des Malinois ist in der Regel falbfarben mit einer schwarzen Maske und
einer schwarzen Wolkung.

 

Ein ausgewachsener Rüde erreiche laut Rassestandard eine
Widerristhöhe zwischen 60 und 66 cm bei einem Gewicht von 25 bis 30 kg, bei Hündinnen
liegt die Widerristhöhe zwischen 56 und 62 cm bei einem Gewicht zwischen 20 und 25 kg.
Die ursprüngliche Zucht als Hüte- und Treibhund bringt den stark ausgeprägten
Beschützerinstinkt sowie äußerst viel Lern- und Arbeitsfreude mit sich, was den Malinois zu
einem ausgezeichneten Diensthund macht. Polizei, Zoll und Gendarmerie setzen ihn bereits
jetzt häufig als Schutz-, Fährten- und Stöberhund ein. Desweiteren gibt es
Zusatzausbildungen z.B. zum Drogenspürhund, Leichen- Brandermittlungs-, und Blutspürsowie
zum Lawinensuchhund. Im Zuge der weltweiten Terrorbekämpfung wird der Malinois
mittlerweile sogar zum Antiterrorhund ausgebildet.
Aber auch die Vorzüge des Malinois als Haus- und Familienhund sind nicht zu verachten.
Er gilt als besonders führig, gelehrig und treu und hat ein großes Bedürfnis danach seinem
Halter Freude zu bereiten zudem hat er grundsätzlich ein erwähnenswert umgängliches
Wesen im Bezug auf Kinder. Er will ein Teil der Familie sein, in der Regel gilt er als
Schatten seines Halters, er überprüft allerdings auch gerne mal die Rangfolge innerhalb der
Familie und hinterfragt grundsätzlich fast alles. Seine ausgeprägten Eigenschaften als
Wächter und sein Beschützerinstinkt machen ihn zu einem guten Wachhund für Haus und
Hof, unerwünschte Besucher erleben hier schnell ihr blaues Wunder!
Als reiner Familienhund ganz ohne klare Aufgabe sollte der Malinois allerdings nicht
gehalten werden, denn es ist ganz klar fest zu halten, dass dieser bewegungsfreudige Hund
nicht nur körperlich nach einer hohen Auslastung verlangt. Der Malinois liebt es ebenso neue
Dinge zu lernen und verlangt beinahe unentwegt nach sinvoller Beschäftigung.
Hundesportarten wie zum Beispiel Vielseitigkeitssport (ehemals Schutzhundesport ), Flyball
oder Agility sowie fast jeder andere Hundesport sind gut geeignet um den Trieben des
Malinois gerecht zu werden. Auch die Fährtenarbeit bereitet ihm große Freude.

Für wenig Sportbegeisterte, nicht allzu aktive Hundehalter ist er deshalb überhaupt nicht geeignet, da er
wie gesagt ein unheimlich arbeitseifriger und spielfreudiger Hund ist, der seine Auslastung
unbedingt braucht. Ist dies nicht der Fall, vergeht sich ein Malinois gerne auch mal an
Möbelstücken etc. um seinen Trieben gerecht zu werden.
Unterwegs entwickeln viele Malinois im Alter von knapp einem Jahr einen starken Jagd- und
Beutetrieb, dieser sollte vom Halter konsequent im Ansatz unterbunden werden.
Der gut ausgeprägte Schutztrieb und eine geringe Reizschwelle dieser Hunde kann bei
Begegnungen mit fremden Personen oder anderen Hunden zu starken Reaktionen führen.
Schon Bewegungen zum Gruß bekannter Personen oder ähnliches, können von dem Hund als
Angriff auf den Hundeführer gedeutet werden und eine sehr deutliche , meist unerwünschte
Reaktion auslösen. Malinois sollten daher von Anfang an, wie alle anderen Hunderassen
auch, gründlich sozialisiert werden und an viele Dinge des alltäglichen Lebens gewöhnt
werden um spätere diese eifrigen aber doch meist eher unerwünschten Reaktionen zu
vermeiden.
Zu den gesundheitlichen Aspekten dieser Rasse ist zu sagen, dass der Malinois im Großen
und Ganzen ein sehr gesunder Hund ist, was natürlich für diese Rasse spricht.
Hüftgelenksdysplasie ist wohl die bekannteste und am besten erforschte Erbkrankheit,
kommt aber aufgrund des Körperbaus bei dieser Rasse im Vergleich zu anderen Rassen so
gut wie gar nicht vor. Eine Hüftgelenksdysplasie wird bei ca. 10% der Malinois festgestellt,
beim deutschen Schäferhund oder anderen Gebrauchshunderassen liegt der Prozentsatz
deutlich höher, bei ungefähr 50%. Die Hüftgelenksdysplasie ist eine ein- oder beidseitige
Missbildung der Hüftgelenke. Diese Krankheit ist genetisch bedingt, dennoch spielen auch
Ernährungs- und Umweltfaktoren eine Rolle.Um das Auftreten der Hüftgelenksdysplasie zu
vermeiden, tut man gut daran Welpen nicht durch zu viel Bewegung zu überfordern. Weitere
Erbkrankheiten des Malinois sind nicht bekannt.
Wer sich einen Malinois zulegen möchte sollte idealerweise schon über Hundeerfahrung
verfügen, zumindest sollte gewährleistet sein, dass die Bereitschaft besteht sich durch einen
Hundeverein oder einen erfahrenen Hundeführer entsprechende Unterstützung zu sichern.
Selbst erfahrene Hundeführer anderer Rassen sind oft nicht auf das vorbereitet, was sie mit
diesem beherzten und einsatzbereitem Hund erwartet. Die Haltung eines Malinois erfordert
eine sehr konsequente aber liebevolle Erziehung.Unverständliche Befehlsführung und/oder
schwache Trainingsmethoden können dem Hundehalter schnell unerwünschte
Verhaltensweisen seines Hundes einbringen. Die Lernfähigkeit der Malinois zeichnet sich
sowohl im zügigen Erlenen erwünschter als auch unerwünschter Verhaltensweisen aus.

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Agility – Der private Sport

Der Malinois kommt nicht nur in der Polizeiarbeit zum Einsatz, er ist sogar äußerst erfolgreich im privaten Hundesport und erklimmt auf Turnieren häufig die obersten Ränge. Aufgrund seines Körperbaus, seiner herausragenden Motivation, Leistungs- und vor allem Lernbereitschaft ist ein Vertreter seiner Art nicht umsonst in den letzten Jahren Weltmeister in Deutschland geworden. Der Malinois benötigt sein Leben lang Bewegung und Beschäftigung und ist daher nur etwas für jene, die mit ihm regelmäßig die Hundeschule besuchen oder ihn zu Hause fordern. Ein Agility-Parcour ist dabei fast nicht zu vermeiden, zumal der Halter die einzelnen Elemente wie Brücken oder Barrieren dem Leistungsniveau seines Hundes anpassen und diese immer wieder verändern kann. So wird der Hund nicht nur beschäftigt, sondern lernt, immer wieder neue Hindernisse zu überwinden.

 

Den Agility-Hundesport gibt es hierzulande bereit seit 1980 und ist bei vielen Besitzern sehr beliebt. Das Training stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Hund und Halter und zielt u.a. auf das Vertrauen beider zueinander ab. Wichtig für beide ist die Bewältigung des Parcours ohne jegliche Fehler. Zu Beginn des Trainings wird der Hund vom Halter über den Parcour geführt, der häufig aus bis zu 20 Hindernissen besteht. Hat sich das Tier nach gewisser Zeit mit den Hindernissen vertraut gemacht und bewältigt sie gut, so wird ihm seine Leine irgendwann abgenommen. Der Hund bewegt sich dann frei über Sprunghürden, Reifen oder auch Tische. Letzterer ist auf Turnieren oft nicht mehr vorhanden, jedoch kann er natürlich bei privaten Trainingseinheiten dennoch eingesetzt werden. Der Hund muss sich mindestens fünf Sekunden auf dem Tisch aufhalten, bevor das Hindernis als bewältigt zählt. Erst danach darf er diesen verlassen und seine Aufmerksamkeit der nächsten Hürde widmen. Eine der schwierigsten Agility-Aufgaben ist der Sprung über eine Hürde mit Stangen, die zugunsten der Hundegesundheit lose aufliegen muss, um bei Berührung nachzugeben. Es ist auch möglich, statt dieser Hürde eine Mauer mit Steinen zu errichten, die ebenfalls leicht herunterfallen können müssen, damit sich das Tier nicht verletzt. Bei großen Hunden wie dem Malinois beträgt die Höhe häufig 55 bis 65 cm, absteigend je nach Größe der Hunderasse. Es muss dem Hund also möglich sein, die Hürde auch wirklich überspringen zu können.

 

Sehr beliebt ist auch der Sprung durch einen 45 bis 60 cm breiten Reifen, der dabei auch berührt werden darf und sich an Ketten befindet, die der Höhe nach verstellt werden können. Es muss darauf geachtet werden, dass das ganze Gebilde samt Reifen standfest ist und sich der Hund nicht verletzen kann. Außerdem kann er sich im Weitsprung (zwei bis fünf flache Elemente in gleichem Abstand, über die er springen muss) oder Slalom mit bis zu zwölf Stangen, die jeweils bis fünf cm dick sind, ausprobieren. Der Abstand der Stangen muss 60 cm betragen. Üblich sind auch ein etwa 120 cm hoher und bis zu 4,20 Meter langer „Laufsteg“, eine bis zu 4,25 Meter lange Wippe und eine bis 1,70 Meter hohe Schrägwand.

 

Wird der Hund ohne Leine geführt, darf er vom Halter keineswegs berührt werden. Der Hund soll sich während seines Laufs lediglich auf die Körpersprache und die Stimme seines Halters konzentrieren. Er soll alle ihm vorgegebenen Hindernisse bewältigen, aber auch in der richtigen Reihenfolge. Daher sind alle Parcour-Elemente nummeriert. Der Malinois ist für diesen Sport vor allem auch wegen seiner Fähigkeit geeignet, sich stark auf etwas konzentrieren zu können. Damit ist er vielen Rassen voraus und kann den Parcour noch besser bewältigen, ohne sich vom eigenen Halter ablenken zu lassen.

 

Beim Agility geht es jedoch nicht nur darum, die Hindernisse fehlerfrei zu bewältigen, sondern möglichst in kürzester Zeit. Dennoch geht es neben der sportlichen Aktivität natürlich auch um den Spaß. Wichtig ist, dass der Hund gesund und stets motiviert ist.

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Fährtenarbeiten

Da es sich beim Malinois um einen sehr lernfreudigen Hund handelt, fällt ihm die Arbeit mit Fährten nicht schwer. Der Malinois ist während der Fährtenarbeit absolut selbstständig, dazu noch motiviert und vor allem konzentriert. Da dies durch den Hundeführer nur schwer beeinflusst werden kann, eignet sich diese Rasse besonders gut. Während andere Hunde häufig die Gegenstände meiden oder sich von der Fährte entfernen, weil unter Umständen auch der Hundeführer nicht diszipliniert genug ist, ist der Malinois mit Freude dabei. Die Ausbildungstechniken sind sehr unterschiedlich, denn neben Arbeiten komplett ohne Lockmittel gibt es auch die, in denen dem Hund bei jedem Tritt Futter zugesteckt wird. Aber es gibt auch Fährtenarbeiten, in denen der Hundeführer überhaupt nicht einwirkt.

 

Es ist empfehlenswert, bereits im Welpenalter mit der Fährtenarbeit zu beginnen, da auch der Malinois wie die meisten anderen Hunde besonders lernwillig ist. Es ist wichtig, keinerlei Druck während der Ausbildung auszuüben. Über verschiedene Triebe wird dem Hund das so genannte „Fährten“ beigebracht. Über Beute- und Futtertrieb, aber auch über die negative Motivation, d.h. über das Meiden von Gegenständen, werden hervorragende Ergebnisse erzielt. Zwar wird er während der Ausbildung häufig an der Leine geführt, jedoch gibt es auch die Freifährte, bei der der Malinois völlig ohne Fährtenleine laufen kann. Der Hund sollte dabei aber mit konstanter Geschwindigkeit agieren, da der Hundeführer keinen großen Einfluss auf ihn nehmen kann. Er kann sich zwar auf die Stimme seines Führers konzentrieren, deren Einwirken ist jedoch während der Fährtenprüfung untersagt. Der Malinois benötigt während seiner Fährtenausbildung mindestens 100 Übungsfährten, bis er Gegenstände sicher finden kann, wobei es dabei natürlich auch Ausnahmen gibt, die die Übungsdauer betreffen.

 

Während des Fährtenverlaufs wird der Malinois zu Beginn der Ausbildung nah an den Gegenstand bzw. die Fährte geführt und bleibt zusammen mit seinem Hundeführer kurz davor stehen. Durch Befehle wie „Sitz“ oder „Platz“ bringt er ihn in die gewünschte Haltung, hebt die Fährte auf und belohnt seinen Hund durch Worte oder Futter. Aufpassen muss man bei Übungen, in denen das Futter oder auch Spielzeug direkt unter die Fährte gelegt wird. Häufig kommt es vor, dass sich das Tier die Belohnung selbst holt, wenn der Halter nicht schnell genug reagiert. Dem entgegenwirken kann man durch das Stecken der Belohnung in einen Socken oder eine Tüte, so dass der Hund unmöglich an den Inhalt gelangt. Der Hundeführer reagiert somit zwar langsamer, aber genauso effektiv.

 

Wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist das Anlegen eines Protokolls für jede Fährtenübung, in dem neben dem Wetter auch der Zeitpunkt der Gegenstandspositionierung, der Fährtenverlauf oder Probleme eingetragen werden. Dadurch erkennt der Hundeführer schnell Schwächen, aber auch Stärken seines Hundes. Auch ist so schnell ersichtlich, wie viele Übungen im andauernden Intervall (z.B. ein Jahr oder ein Monat) gemacht werden müssen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

 

Eine weitere Methode der Fährtenübung ist das Verweisen der Gegenstände in den eigenen vier Wänden bzw. außerhalb der Fährte. Hierbei wird ein Gegenstand an einem beliebigen Ort positioniert und eine mit Futter gefüllte Faust über diesen gehalten. Durch Befehle wird der Malinois in eine beliebige Position gebracht. Durch Kommandos wird er dazu animiert, sich der Faust zu nähern. Befindet er sich am Gegenstand, wird die Faust geöffnet, so dass der Hund an die Belohnung gelangt. Nach und nach wird er den Gegenstand mit seiner Belohnung verbinden und automatisch die gewünschte Haltung einnehmen. Vorteil dieser Übungsmethode ist das Lernen an fremden bzw. beliebig ausgesuchten Orten. Durch diese Methode kann der Malinois, da er schnell lernt, viel öfter mit seinem Hundeführer die Übungen durchgehen. Das Lernziel kann dadurch schneller erreicht werden. Eine interessante Lernmethode ist auch das Anbinden des Hundes. Es wird Futter durch einen Handschuh oder Socken umhüllt und auf einen Gegenstand gelegt. Der Hundeführer macht diesen mit samt der Belohnung für den Hund interessant. Worte und Taten wie das Hochschmeißen des Gegenstandes sind hierbei wichtig. Anschließend nimmt er seinen Hund stramm an die Leine und lässt sich von ihm zum Gegenstand ziehen. Rechtzeitig vor Erreichen dessen bleibt der Hundeführer stehen. Da der Hund jedoch bereits sehr auf den Gegenstand fixiert ist, wird er sich fast automatisch in die Platz-Haltung begeben. Dies ist das Zeichen für den Hundeführer, seinem Hund das Futter als Belohnung zu geben. Während der kompletten Fährtenausbildung sind der Zusammenhalt und die Bindung zwischen Hund und Führer absolut notwendig, um schnell, aber gewissenhaft Erfolge zu erzielen. Besonders der Malinois muss während seines gesamten Lebens aufgrund seiner Art gefordert und zum Mitmachen animiert werden.

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Schutzhundesport

 

 

Der Belgische Schäferhund ist bei Hundekennern vor allem als Arbeitshund bekannt und eher ungeeignet für ein ruhiges Familienleben, denn er muss raus und benötigt Sport als tägliche Auslastung. Nur so kann man dem so genannten Malinois voll und ganz gerecht werden. Zwar ist er ein sehr liebenswerter und interessierter Hund, jedoch steckt in ihm jede Menge unbändige Energie, die er vor allem beim Hundesport zur Schau stellt. Schon seit vielen Jahrzehnten wird er bei der Polizeiarbeit eingesetzt und ist zu mehr Leistungen fähig als andere Rassen. Ein ruhiger Hund, der stundenlang in der Ecke liegen kann, ist der Malinois in keinem Fall. Seine Bewegungen sind fließend und sein Körper athletisch gebaut. Typisch für ihn ist der ununterbrochene Drang nach Bewegung und Arbeit. Ihn zeichnen vor allem sein Tempo und seine Sprungfähigkeit aus, so dass er nicht nur bei der Polizei, sondern auch bei der Bundeswehr oder beim SEK zum Einsatz kommt.

 

Da er sowohl impulsiv als auch explosiv sein kann, ist seine Ausbildung schwerer als die eines anderen Rassehundes. Somit eignet er sich nur für die Art von Menschen, die mit ihm regelmäßig in die Hundeschule gehen. Er benötigt eine sehr erfahrene Hand, da seine schnellen Reflexe und seine Energie zu spontanen Reaktionen führen können, die nicht jedem gewachsen sind. Seine Sinne sind sehr scharf und aufgrund seiner Intelligenz muss er durchgehend gefordert werden. In ländlicher Umgebung mit viel Laufmöglichkeit fühlt sich der Malinois wesentlich wohler als in der Stadt

 

Bei dieser Art Hund ist es unabdingbar, schon frühzeitig mit der geeigneten Ausbildung zu beginnen. Malinois sind, was die Sportart angeht, sehr unkomplizierte Typen. Sie erfreuen sich an jeglichem Spiel, sind aktiv, arbeiten gerne, sind aber auch emotional und binden sich an ihre Bezugsperson. Wichtig ist also nicht nur die Arbeit an sich, sondern auch eine konsequente Hand sowie Einfühlungsvermögen und Geduld hinsichtlich des Spiel- und Bewegungsdranges. Erfreuen tun sich die Malinois besonders an Spielen, in denen Schnelligkeit, Intelligenz und Geschick gefragt sind. Sie überzeugen im Dienste der Polizei vor allem als Spür- oder Leichensuch-, aber auch als Begleit- und Rettungshund.

 

Im Schutzhundesport lernt der Malinois u.a., verschiedene Verstecke nach einer Person abzusuchen, die sich in einem dieser befindet. Ist sie gefunden, darf sie weder angesprungen noch anderweitig berührt werden. Der Hund lernt, auf Zurufen in die Ausgangsposition zurückzukehren. Auch lernt er, dieser Person gekonnt den Weg zu versperren, sollte diese einen Fluchtversuch starten. Für ihn ist es ein Leichtes, einen Angriff durch Dritte abzuwehren, denn der Malinois lernt sehr schnell. Diese und andere Übungen sind im Schutzhundesport für den Malinois äußerst wichtig und bilden ihn in seiner Intelligenz und Schnelligkeit noch weiter aus. Ihm nur Grundbegriffe wie Sitz und Platz beizubringen, reicht bei Weitem nicht aus. Ein Malinois, der nicht gefordert wird, kann zu einem frustrierten und auch aggressiven Zeitgenossen werden. Befasst man sich jedoch ausreichend mit ihm, ist er ein treues und liebes Familienmitglied, bei dem man mit unbeholfenen Handbewegungen allerdings vorsichtig sein sollte. Andererseits ist es für ihn bei intensiver Ausbildung normal, auch seine eigene Familie zu beschützen.

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